🏝️ Siedlungsqualität im Profil

Automatisierte Synthese von verschiedenen Ausprägungen der Siedlungsqualität aus bestehenden Daten

Bundesamt für Raumentwicklung

Bedarf/Problem und Zielgruppe

Qualitätsvolle Siedlungsentwicklung nach innen ist ein zentrales Gebot der Schweizer Raumplanung. Statt in die Fläche soll primär im bestehenden Siedlungsgebiet gebaut werden. Gleichzeitig fehlen - sowohl für Fachleute als auch für die breite Bevölkerung - allgemein zugängliche Instrumente, um Siedlungsqualität mittels verfügbarer und öffentlich zugänglicher Daten objektiv zu erfassen, darzustellen, zu vergleichen und zu kommunizieren. Bund, Kantone und die Open-Source-Community publizieren grosse Mengen an Geoinformationen. Diese Datenschätze werden in diesem Projekt zusammengeführt und in verständlichen Qualitätsprofilen dargestellt. Das zu entwickelnde Werkzeug analysiert und klassiert die öffentlich zugänglichen Daten und weist diese in Form eines Profils einem definierten Gebiet wie bspw. einem Quartier zu.

(Nicht) verfügbare Daten

Nützliche Ressourcen, die den fachlichen Diskurs zum Thema Siedlungsqualität zusammenfassen:

Verfügbare Daten: Bundesgeodaten

  • Statistik der Bevölkerung & Haushalte (BFS) auf Hektarebene
  • Statistik der Unternehmenstruktur STATENT (BFS) auf Hektarebene
  • Lärm- & Umweltdaten (BAFU)
  • ÖV-Erschliessungsgüte (ARE/SBB)
  • SwissBuildings 3D (swisstopo)
  • Bauzonen Schweiz (ARE)
  • Gebäude- und Wohnungsstatistik (BFS) auf Hektarebene
  • Swiss TLM (swisstopo): Grünflächen, Bäume/Einzelbaumdichte
  • Erreichbarkeit von Dienstleistungen (BFS) auf Hektarebene
  • Bundesinventare wie bspw. ISOS (BAK) oder UNESCO
  • weitere (z.B. LINDAS)

Weitere mögliche Datenquellen:

  • Kantonale Geodaten (z.B. GIS-Daten BE, ZH): Grünflächen?
  • OpenStreetMap (OSM): Grünflächen, Points-of-interest, etc.
  • Weitere weiterführende öffentlich zugängliche Datenquellen zu Siedlungsqualität (auch qualitativ, bspw. in Berichten, Beiträgen, Social Media etc.)

Zugänge zu den Datensätzen werden in einem Renku-Projekt aufbereitet, Link folgt hier.

Erwarteter Nutzen

  • Übersicht über Ausprägungen von Siedlungsqualität in verschiedenen Gebieten und somit besseres Verständnis von Siedlungsqualität in verschiedenen aggregierten Gebieten (Quartier, Region, Kanton).
  • Individuen können ihren Wohnort oder ihr Quartier anhand objektiver Indikatoren profilieren und mit ähnlichen Orten vergleichen, z.B. bei der Wohnungssuche.
  • Planungsfachleute erhalten ein niederschwelliges Instrument zur Beurteilung und Kommunikation von Raumqualität.
  • Geodaten der öffentlichen Hand werden in konkreten gesellschaftlichen Nutzen übersetzt.

Ziel für den Hackathon

Erarbeitung eines transparenten und funktionierenden Prototyps, der:

  1. ausgewählte Geodaten zu einem mehrdimensionalen Raumqualitätsprofil zusammenführt,
  2. dieses Profil verständlich visualisiert (z.B. Spinnennetzdiagramm), und
  3. einen Vergleich zwischen Orten ermöglicht. Nebenher sollen Fragen zur Methodik (Indikatorenwahl, Gewichtung, Massstäbe) diskutiert und dokumentiert werden.

Die Verfügbarkeit und Harmonisierung von Verwaltungsdaten auf Gemeindeebene ist eine der zentralen Herausforderungen. Die Abklärung und ggf. Bereitstellung fehlender Daten kann Teil der Challenge sein. Unterstützung durch den Hackathon bei der Datenbeschaffung wird begrüsst.

Lösungsansätze

Konzeptuell wurde die Idee eines mehrdimensionalen, vergleichbaren Raumprofils (Spinnennetzdiagramm) mit 7 Qualitätsdimensionen skizziert (Grünflächen, ÖV-Erschliessung, Versorgung, Lärm & Umwelt, Soziale Infrastruktur, Freiraumqualität, Bebauungsdichte). Die vorgeschlagenen Dimensionen von Siedlungsqualität sollen ergänzt, angepasst oder gestrichen werden.

Einschränkungen

  • Nur frei verfügbare oder am Hackathon freigegebene Datenquellen verwenden.
  • Code und Methodik offen dokumentieren, damit Ergebnisse weiterverwendet werden können.
  • Datenschutz beachten: keine personenbezogenen Daten auf Einzelpersonenebene verarbeiten.
  • Mindestgrösse eines Analyseperimeters klar definieren und transparent kommunizieren.
  • Indikatorenwahl und Gewichtung begründen und dokumentieren.

Nachhaltigkeit

Die Ergebnisse haben das Potential , in einem Projekt weitergeführt zu werden. Konkrete Ressourcen (Arbeitszeit, Budget) sind noch zu klären, die Bereitschaft dazu ist grundsätzlich vorhanden. Allfällige Produkte werden als Open-Source-Projekte der Öffentlichkeit zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt.

All attendees, sponsors, partners, volunteers and staff at our hackathon are required to agree with the Hack Code of Conduct. Organisers will enforce this code throughout the event. We expect cooperation from all participants to ensure a safe environment for everybody.

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